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Trotz entscheidender Verbesserungen in der Therapie verschiedener Erkrankungen durch die Einführung hochwirksamer Arzneistoffe
und die Entwicklung neuer Therapiekonzepte fehlen nach wie vor zuverlässige Methoden, mit denen sich die Erfolgsaussichten und Risiken einer Therapie für den einzelnen Patienten zuverlässig vorhersagen lassen.
Dies ist von großem Interesse, da Arzneimittel nicht bei allen Patienten die gleichen Wirkungen zeigen.
Im ungünstigen Fall ist eine Therapie bei einem Patienten unwirksam oder zeigt sogar unerwünschte Wirkungen.
Bei gut verträglichen Arzneimitteln oder leichten Erkrankungen ist das Risiko für den Patienten hierbei gering;
handelt es sich aber um sehr nebenwirkungsreiche Arzneimittel oder um schwerwiegende Erkrankungen,
hat es für den Patienten möglicherweise fatale Folgen, wenn nicht sofort eine optimale Therapie begonnen werden kann.
In solchen Fällen kann Wissen über den einzelnen Patienten und seine Erkrankung vor Therapiebeginn von Bedeutung bei
der Auswahl einer individuell geeigneten und damit erfolgversprechenden Therapie sein. Dieses Vorgehen wird als individualisierte Therapie
(engl. "individualized therapy" oder auch "personalized therapy") bezeichnet.
Weitere Informationen auch unter www.tumortherapie.celltrend.de
Individuelle Chemotherapie bei Krebserkrankungen
Jedes Jahr erkranken in Deutschland über 330.000 Menschen neu an Krebs. Besonders häufig treten Mamma-, Bronchial- und Colonkarzinome auf.
Neben einer chirurgischen Entfernung des Tumors kommen häufig auch Bestrahlung und/oder Chemotherapien zum Einsatz.
Eine Chemotherapie erfolgt dann meist über mehrere Monate und soll im Idealfall alle verbleibenden Tumorzellen im Körper abtöten.
In der Praxis stehen nur für wenige Tumorarten Standardtherapien mit hohen Erfolgsquoten zur Verfügung, so dass oftmals die Wahl
zwischen verschiedenen Therapieoptionen besteht. Es existieren aber bisher kaum Möglichkeiten, zu prüfen, ob die Therapie bei einem
einzelnen Patienten erfolgversprechend sein wird oder nicht. Dies ist insbesondere bedeutsam, da Chemotherapien sehr nebenwirkungsreich
sind und nicht bei allen Patienten Wirksamkeit zeigen. So werden bei vielen Krebsarten bis zu 50 % der Patienten mit Zytostatika behandelt,
ohne das diese davon profitieren.
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